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04.08.2012, 11:37 Uhr

Wassertretstelle

Nur geschüttelt, nicht getrocknet...

Wassertretstelle
© Holger Sticht
Die heilende Wirkung des kalten bis sommerkühlen Wassers erkannte bereits Antonius Musa, der Leibarzt des römischen Kaisers Augustus. Der heute populärere Sebastian Kneipp lie� seine Patienten in Storchenmanier durch Wassertretbecken schreiten, d.h. es wird abwechselnd ein Fu� ins Wasser getaucht, während der andere aus dem Wasser herausgehoben wird. Nach dem Bad wird das Wasser nur abgeschüttelt, nicht abgetrocknet. Erst beim nachfolgenden Wandern oder Laufen werden die Fü�e erwärmt. Die durchblutungsfördernde Wirkung dieser Prozedur verschafft Gichtgeplagten bis heute Linderung. Zumindest ist die Beliebtheit der Wassertretstelle am Giesbach ein Indiz dafür.

Bachschmerle, Bewohner des Giesbachs
© Gerhard Kriso
Eine wesentliche Aufgabe ist es, den Giesbach im Bereich der Wassertretstelle wieder durchgängig zu machen. Viele Tierarten finden in dieser nämlich eine unüberwindbare Barriere vor - die einzige des Bachsystems. Die Wassertretstelle kann problemlos fortbestehen, nur wird ein zweites Bachbett parallel dazu nötig, in dem das Wasser ungehindert flie�en kann und sich Gewässerbewohner wie Schmerle oder Bachneunauge bachauf- oder bachabwärts bewegen können. Nur solche zusammenhängenden Populationen sind auf Dauer überlebensfähig.

Aus Natur- und Kulturführer Königsforst

Die Wassertretstelle erreichen Sie über die Rabenbruch-Tour

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