Das Bündnis Heideterrasse kommt in seiner jüngsten Stellungnahme allerdings zu einem anderen Urteil: der Bestand von zwei gesetzlich geschützten Biotoptypen sowie das Unterschreiten des 300-Meter-Mindestabstands zum FFH- und Vogelschutzgebiet Königsforst mache eine Überplanung der Fläche aussichtslos. Wörtlich lautet das Fazit der Stellungnahme: "Im Sinne einer rechtsfehlerfreien und damit zügigen Umsetzung des Bauvorhabens sollte daher von einer Beplanung des vorliegend betrachteten Flächenkomplexes möglichst frühzeitig Abstand genommen werden."
Besonders wertvoll und sogar durch die FFH-Richtlinie EU-weit streng geschützt sei der Bodensaure, trockene Eichen-Hainbuchenwald auf der Fläche. Ebenfalls nach Bundesnaturschutzgesetz geschützt sei das dort vorkommende Besenginstergebüsch. Demnach würde das Gebiet nicht nur als Pufferzone für das Schutzgebiet und als Immissionsschutzwald für die Anwohner eine herausragende Bedeutung besitzen, sondern auch selbst ein wertvolles Refugium darstellen. In Summe bedeutete dies kaum überwindbare Planungshindernisse. Erstaunlich, dass die Machbarkeitsstudie der Stadt diese Faktenlage unbeachtet ließ.Die begehrte Fläche gehört dem Land Nordrhein-Westfalen, aber der Landesbetrieb Wald und Holz hat laut in-gl offenbar schon die Bereitschaft zum Verkauf signalisiert. Dies ist durchaus ein bemerkenswerter Vorgang, denn die Entscheidung darüber trifft das Umweltministerium, nicht das Regionalforstamt. Unter rot-grünen Landesregierungen galt die Grundsatzentscheidung, keinen landeseigenen Wald zu verkaufen. Unter schwarz-gelben Landesregierungen wurde das bisher tatsächlich nicht so eng gesehen.
Die Stellungnahme des Bündnis Heideterrasse steht nachfolgend als Download zur Verfügung.