In den vergangenen Jahren gab es immer wieder, auch bestätigte Sichtungen von Wölfen aus Wahner Heide und Königsforst. Einer davon gelang auf der durch Fotofallen überwachten Grünbrücke zwischen Wahner Heide und Königsforst. Weniger als ein Jahr alte Wölfe legen große Strecken zurück, um nach der Verdrängung aus dem Gebiet der Elterntiere einen eigenen Lebensraum zu finden. Obwohl Wahner Heide und Königsforst mit zusammen über 6500 ha den größten Naturschutzgebietskomplex des Landes darstellen, reicht eine solche Fläche höchstwahrscheinlich nicht aus, um eine dauerhafte Ansiedlung eines Wolfes zu gewährleisten, erst recht nicht einer Wolfsfamilie mit Nachwuchs.
Die natürliche und selbstständige Rückkehr des Wolfs nach NRW ist in Zeiten der sich weiter zuspitzenden Biodiversitätskrise ein kleiner Lichtblick. Doch obwohl in NRW erst drei Wolfsrudel vorkamen und durch das Land umfangreiche Herdenschutzmaßnahmen für Tierhalter finanziert werden, hatte die Bundesregierung Ende letzten Jahres die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht beschlossen. Damit wird einer Wiederausrottung des Wolfs Tür und Tor geöffnet, noch bevor sich diese Tierart wieder erfolgreich etablieren kann.
Weitere Infos: https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/bund-warnt-vor-ausrottung-des-wolfs


