Königsforst
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01.08.2017, 20:24 Uhr

Gerwerbegebiete am Königsforst sind Fehlplanung

FNP-Entwurf sieht Flächenverbrauch der südlichen Frankenforstreste vor...Bündnis Heideterrasse traf sich vor Ort mit BI Frankenforst...

Banner der BI Frankenforst
© Bündnis Heideterrasse
"Naturschutzprominenz" in Bergisch Gladbach Frankenforst: Mark vom Hofe, Vorsitzender des Bergischen Naturschutzvereins (RBN) und der LNU (Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt) sowie Holger Sticht, Vorsitzender des Bündnis Heideterrasse und des BUND NRW, trafen sich am 31. Juli vor Ort mit rund 20 Vertreter*innen u.a. der BI Frankenforst, um die durch den Entwurf des Flächennutzungsplans (FNP) der Stadt Bergisch Gladbach gefährdeten südlichen Reste des Frankenforsts zu begutachten. Das erste Fazit: allein schon aus naturschutzrechtlichen Gründen ist der FNP-Entwurf an dieser Stelle eine Fehlplanung.

Auszug aus FNP-Entwurf
© Stadt Bergisch Gladbach
Der Frankenforst war bis ins 20. Jahrhundert hinein ein recht großes Heideterrassengebiet, das sich nördlich an den Königsforst anschloss. Im Laufe des 20. Jahrhunderts ist das Gebiet durch Wohnbebauung und Gewerbe größtenteils verloren gegangen, sodass u.a. der neue Stadtteil mit gleichem Namen entstand. Der größte erhaltene Teil befindet sich heute östlich von Refrath und wird heute zum Gebietskomplex der Schluchter Heide gezählt. Als Immissionsschutzwald zwischen der 1967 gebauten A 4 und den neuen Siedlungen ist aber ein schmaler Streifen im Süden erhalten geblieben. Dieser ist nun durch Gewerbegebietsplanungen der Stadt Bergisch Gladbach akut gefährdet.

Naturnahe Waldbestände im südlichen Frankenforst
© Bündnis Heideterrasse
Bei der Begehung wurde schnell klar: hier vorkommende geschützte Biotoptypen sind bisher ignoriert worden. Zudem befinden sich beide betroffene Waldstreifen innerhalb des 300-Meter-Umgebungsschutzes des FFH- und Vogelschutzgebiet Königsforst. Sie übernehmen somit wichtige Pufferfunktionen für das EU-Schutzgebiet. Und natürlich bieten sie eine unverzichtbare Pufferzone für die in dem Stadtteil lebenden Menschen, die ohne diesen Schadstoffen und Lärm ungeschützt ausgeliefert sind.

Alle Beteiligten vereinbarten, in den kommenden Monaten eng zusammenzuarbeiten, um die geplanten Eingriffe gemeinsam zu verhindern. 

Auszug aus dem FNP-Entwurf
© Stadt Bergisch Gladbach
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