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27.08.2016, 22:48 Uhr

Stellung nehmen gegen den Verbrauch der Heideterrasse

Vorentwurf des Fl├Ąchennutzungsplan Bergisch Gladbach sieht mehrere Neubaugebiete im Schutzgebiet Bergische Heideterrasse vor...

rot umzingelt auf rosa Hintergrund: neue Wohnbebauung, dunkelorange im Thielenbruch: Anbau von Gesundheitsdienstleistung
© Stadt Bergisch Gladbach
Expansionsw├╝nsche aus Teilen der Stadtverwaltung und des Stadtrats Bergisch Gladbachs machen es m├Âglich: f├╝r den Vorentwurf eines neuen Fl├Ąchennutzungsplans der Stadt Bergisch Gladbach werden mehrere Teilfl├Ąchen des Landschaftsschutzgebiets "Bergische Heideterrasse" als Neubaugebiete eingeplant.

Hierzu z├Ąhlen die Wiesen und Weiden bei Penningsfeld (Iddelsfelder Hardt), eine gro├?e Wiese bei Katterbach (D├╝nnwalder Wald) sowie mehrere Teilfl├Ąchen bei Schildgen und Katterbach (Gladbacher Hauptterrasse), in unmittelbarer Nachbarschaft zum Oberlauf des Mutzbachs bzw. des Naturschutzgebiets Fronnenbroich-Buschhorner Bruch, die zuk├╝nftig der Wohnbebauung gewidmet werden sollen. F├╝r den Anbau von "Gesundheitsdienstleistung" soll zudem Schlodderdeichs Wiese im Thielenbruch bebaut werden und damit der Biotopverbund an der Strunde zwischen Schluchter Heide und dem FFH-Gebiet Thielenbruch weiter deutlich verschlechtert werden. In Lustheide, Frankenforst und Bockenberg sollen in die Pufferzone des FFH- und Vogelschutzgebiet K├Ânigsforst insgesamt vier Gewerbegebiete gebaut werden - teilweise sollen daf├╝r gesetzlich gesch├╝tzte Biotoptypen weichen.

Ausschnitt Karte Vorentwurf FNP: neue Gewerbefl├Ąchen rot umzingelt
© Stadt Bergisch Gladbach
Hintergrund der Wohnungsneubauambitionen ist wie immer die Aussicht, ├╝ber weitere Einwohner mehr Steuergelder zu erzielen. Daraus wird ein wachsender Bedarf f├╝r Wohnraum konstruiert - eine scheinheilige Argumentation angesichts des allseits bekannten demographischen Wandels. Bei Gewerbegebieten geht es dem Politiker ja schlechthin um Arbeitspl├Ątze. Mit diesem Totschlagsargument sind schon unz├Ąhlige Unternehmerinteressen - die bei Verb├Ąnden und B├╝rgerinitiativen ja immer nur Partikularinteressen sein sollen - erfolgreich durchgeboxt worden. Dass Erholung ebenso wie Arbeit eine Daseinsgrundfunktion f├╝r die Menschen darstellt, wird dabei gern unter die Ratstische gekehrt.

Pferdeweiden bei Penningsfeld: demn├Ąchst unter Beton verschwunden?
© B├╝ndnis Heideterrasse
Leidtragende sind die B├╝rgerinnen und B├╝rger, denen gem├Ą├? dieser Salami-Taktik immer mehr Erholungsraum abhanden kommen soll. Und Opfer sollen mal wieder Natur und Landschaft sein. Den Fl├Ąchenverbrauch auf Netto-Null herunterzufahren ist ein Ziel des Entwurfs des Landesentwicklungsplans - der im ├?brigen Grundlage f├╝r alle Fl├Ąchennutzungspl├Ąne ist. In Bergisch Gladbach m├Âchten einige Funktionstr├Ąger dies gern ignorieren. Dabei schrecken sie selbst vor Schutzgebieten nicht zur├╝ck, die ja u.a. nur aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung f├╝r den Arten- und Klimaschutz ausgewiesen worden waren.

Schlodderdeichs Wiese in der Strunde-Aue
© B├╝ndnis Heideterrasse
Die Verb├Ąnde des B├╝ndnis Heideterrasse vertreten die Haltung, dass der Naturraum Bergische Heideterrasse, der zu den wertvollsten Nordrhein-Westfalens z├Ąhlt, hierf├╝r nicht zur Verf├╝gung gestellt werden darf. Sollten Sie ebenfalls dieser Ansicht sein, beteiligen Sie sich an der so genannten "fr├╝hzeitigen B├╝rgerbeteiligung" und schreiben Sie bis Ende September eine Stellungnahme.

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HS