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04.12.2016, 16:32 Uhr

Gr├╝nbr├╝cken jetzt schon voller Erfolg

Zwischenergebnisse des Monitorings beim Seminar von NUA, BUND und B├╝ndnis Heideterrasse im Turmhof...

L 284-Gr├╝nbr├╝cke am 23.12.2013
© Holger Sticht
Die Gr├╝nbr├╝cken zwischen Wahner Heide und K├Ânigsforst, die seit Herbst 2013 ge├Âffnet sind, sind bereits jetzt ein voller Erfolg. Dies zeigen die Zwischenergebnisse des Monitorings, die beim Seminar von NUA (Natur- und Umweltschutzakademie NRW), BUND und B├╝ndnis Heideterrasse am 3. Dezember pr├Ąsentiert wurden.

Sowohl Dr. Ingrid Hucht-Ciorga vom LANUV (Landesamt f├╝r Naturschutz, Umwelt- und Verbraucherschutz), welche die ├?berwachung der Br├╝cke f├╝r Gro├?s├Ąuger steuert, als auch Elmar Schmidt, der sich im Auftrag des LANUV um Amphibien, Reptilien, V├Âgel und Insekten k├╝mmert, kommen zu dem selben Zwischenfazit.

A 3-Gr├╝nbr├╝cke am 13. Juni 2014
© Holger Sticht
Von Rehen und Wildschweinen wurden die Br├╝cken bereits nach wenigen Tagen genutzt, vom Rothirsch bereits nach etwa einem Monat. Feldhase, Iltis, Steinmarder, Dachs und Fuchs sind weitere Tierarten, die teilweise t├Ąglich auf den Br├╝cken hin- und herwandern. Dabei handelt es sich je nach Art und Individuum sowohl um Wanderungen als auch um Wechsel zwischen Tages- und Nachtlebensraum. Baumpieper, Heidelerche, Blaufl├╝gelige ├?dlandschrecke und Kleine Pechlibelle sind Arten der Roten Liste, die die offenen Lebensr├Ąume der Br├╝cken und ihres Umfelds als dauerhaften Fortpflanzungslebensraum besiedeln konnten. Beim Teichfrosch bspw. konnte nachgewiesen werden, dass es eine regelrechte Ausbreitungswelle ├╝ber die Br├╝cken gegeben hat, die ohne diese am Verkehr auf der Autobahn gescheitert w├Ąre. Dies ist bei dieser Art ├╝berraschend, da er eine Art von Stillgew├Ąssern ist, die sich nicht in unmittelbarer Umgebung der Gr├╝nbr├╝cken befinden.

Rotfuchs im Ginster versteckt
© Werner Funken
Trotz negativer Einfl├╝sse, u.a. illegales Betreten der Br├╝cken durch Querfeldeing├Ąnger, Mountainbikefahrer und unangeleinte Hunde, sind die bisherigen Ergebnisse voll zufrieden stellend und zum Teil ├╝berraschend gut. Deswegen kann bereits nach drei Jahren festgestellt werden, dass der Bau der Gr├╝nbr├╝cken ein voller Erfolg ist. Das Monitoring wird weiter fortgesetzt (Achtung Querfeldeing├Ąnger: mittels der zahlreichen Kameras sind Menschen, die die Br├╝cken illegal betreten, zu identifizieren und zu verfolgen!), sodass beim n├Ąchsten Zwischenfazit sicher noch zahlreiche weitere Arten unter den "Br├╝ckeng├Ąngern" sein werden.

Zum "Werdegang" der beiden Gr├╝nbr├╝cken zwischen Wahner Heide und K├Ânigsforst lesen sie auch die nachfolgend abrufbare Pr├Ąsentation von Holger Sticht. 

Feldhasen
© Werner Funken
HS