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19.02.2016, 17:27 Uhr

Ausstellung zum Rotmilan

Bis zum 28. März im Turmhof zu besichtigen...

Rotmilan
© Werner Funken
Der Turmhof wartet erneut mit einer interessanten Wanderausstellung auf. Diesmal dreht es sich um eine der wenigen Vogelarten, die ausschließlich in Europa vorkommen: den Rotmilan (Milvus milvus).

Mehr als die Hälfte des weltweiten Bestands kommt in Deutschland vor, sodass unserem Land eine globale Verantwortung für die Art zukommt. Die Weltnaturschutzunion hat ihn auf die Vorwarnliste gesetzt, denn die Bestände haben in den meisten Ländern, so auch bei uns, insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern seit der Wende, in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen. 

Ein besonderes Problem für den Rotmilan ist die Intensivierung der Landwirtschaft. Denn Pestizideinsatz und häufigere Schlageinheiten, aber auch der Rückgang der Freilandhaltung reduzieren seine Nahrungsquellen erheblich. Der Feldhamster zählt dort, wo er noch vorkommt, zu seiner Hauptbeute. Leider stirbt dieser in Mitteleuropa derzeit, ebenfalls aufgrund der industriellen Landwirtschaft, aus. Hinzu kommen die illegale Verfolgung durch manche Jäger und Taubenzüchter.

Rotmilane sind reine Offenlandbewohner, d.h.Wald mögen sie überhaupt nicht. Gleichwohl sind zum Brüten, zur Anlage ihrer schweren Horste, auf alte Bäume angewiesen. 

© Bianca Jeske
In der Wahner Heide ist er unregelmäßiger Brutvogel. Insbesondere die östlichen Teile der Wahner Heide zählen aber alljährlich zu einem Rotmilan-Revier. Auch auf den Wiesen und Weiden der Iddelsfelder Hardt und der Schluchter Heide kann man von März bis September Glück haben, auf einen Rotmilan zu treffen.

HS
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